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Evangelisch-Lutherische

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Gemeindebrief

Heft 1/2011
Dez. - Jan. -Feb. Evangelisch- Lutherische Kirchengemeinde Pullach

Bericht von den Einkehrtagen des Kirchenvorstandes in Riederau



Die Sitzungen des Kirchenvorstandes dauern in der Regel 3 Stunden und in dieser Zeit  wird eine Tagesordnung von 8 bis 10 Punkten „abgearbeitet“. Zu wenig Zeit also, um einzelne Themen detailliert zu besprechen, zu wenig Gelegenheit, sich persönlich auszutauschen. Diese Gelegenheit aber sollten die Mitglieder eines Gremiums haben, dass über einen Zeit-raum von sechs Jahren Entscheidungen für Mitmenschen trifft, dass Hab und Gut einer Kirchengemeinde verwaltet, dass sich dem Miteinander und Füreinander der Gemeindemitglieder verpflichtet fühlt.
Deshalb nutzte die Mehrheit des im Herbst des vergangenen Jahres neu gewählten Kirchen-vorstandes und einige Angehörige die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Wochenende in den „Ammerseehäusern“ der Hensoltshöhe in Riederau am Ammersee.
Auch hier mit Tagesordnung, perfekt vorbereitet von dem Team Pfarrer Bordon und den Herren Prof. Breit, Dr. Braunewell und Petersen. Thema:  Das Impulspapier der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) „Kirche der Freiheit“ als Grundlage für die Arbeit der kommenden sechs Jahre.
Die demographische Erhebung zeigt kein sehr erfreuliches Bild: Demnach wird bis 2030 die Mitgliederzahl der EKD von 26 auf 17 Millionen Mitglieder sinken und damit auch die Kirchensteuereinnahmen.
Andererseits gibt es in der Bevölkerung wieder mehr Interesse an religiösen Themen, die Zahl der Ehrenamtlichen steigt, religiöse Erziehung ist für viele Eltern wieder wichtig.
Daraus ergeben sich für die evangelische Kirche im Allgemeinen und für die Jakobuskirche im Besonderen folgende Perspektiven:
Die geistliche Profilierung muss undeutliche Aktivität ablösen, kirchliches Denken und Handeln muss mit deutlichen Zeichen versehen und in beweglicher Form vollzogen werden. Gottes frohe Botschaft kann und soll auf ganz unterschiedliche Weise und, damit sie möglichst viele Menschen anspricht,  in zeitgemäßer Form verbreitet werden.
Ausgehend von der Heimat und Identität bietenden Ortskirche darf dabei die Außenorientierung nicht vernachlässigt werden, Begegnungsorte müssen geschaffen und das Angebot für die unterschiedlichen Alters- und Interessensgruppen muss gewährleistet werden.
Das erfordert Leistungsbereitschaft und Qualitätsbewusstsein bei allen, die in und für die Kirche arbeiten, ob haupt- oder ehrenamtlich. Bis 2030 soll deren Verhältnis 50 : 50 sein.
Weitere Ziele des Impulspapieres sind die Verbesserung der Bildungsarbeit und der Ausbau des evangelischen Profils in der Kinder-, Schul- und Konfirmandenarbeit.
Die Diakoniearbeit steht in Partnerschaft mit den Kirchengemeinden und spezifische Themen (wie heuer das Paul Gerhard Jahr) steigern die Erkennbarkeit der evangelischen Kirche.
Die sinkenden Kirchensteuereinnahmen müssen durch Spenden und Fördervereine kompensiert werden und sowohl organisatorisch als auch inhaltlich sollen die Landeskirchen besser zusammenarbeiten.
Auf diesen Vorgaben basierend hat sich unser Kirchenvorstand für die kommenden sechs Jahre folgende Ziele gesetzt:
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird intensiviert und durch neue Angebote noch jugendgerechter gestaltet. Durch neue Angebote wollen wir auch die Gruppe der 30-50-jährigen Gemeindemitglieder an der Kirche interessieren. Das fundierte Wissen und die Einsatzbereitschaft von Jungpensionären soll genutzt und das Angebot für Senioren erweitert  werden. Musik der unterschiedlichsten Art wird als Bindeglied gefördert und im Rahmen eines Jahresempfangs (jeweils um den 19. September, dem Namenstag unserer Kirche) wird der Einsatz der Ehrenamtlichen öffentlich gewürdigt und jedes Jahr eine andere Gruppe aus dem Kirchenleben der Jakobuskirche besonders begrüßt. Kurzum, unsere Kirche will weit über den nach wie vor im Mittelpunkt stehenden sonntäglichen Gottesdienst künftig verstärkt mit den unterschiedlichsten Angeboten für alle Mitglieder offen sein. Seien Sie neugierig, machen Sie mit, wir brauchen Sie!



Elke Harbeck