Predigt der Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler
anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Jakobuskirche ( 19.09.2004 )
Liebe Gemeinde,
das biblische Wort für den heutigen Sonntag passt ausgezeichnet zum 50jährigen
Jubiläum der Jakobuskirche. Es passt, weil es alt und jung in den Blick nimmt, die
Generationen, wie sie in Pullach miteinander leben und auf vorbildliche Weise in Ihrer
Gemeinde vorkommen. Der Gemeindebrief mit seinen vielerlei Angeboten spricht
hier eine beredte Sprache. Das biblische Wort ist eine liebevolle Mahnung an die
Generationen, respektvoll miteinander umzugehen und gemeinsam die Probleme von
Kirche und Gesellschaft anzupacken, die immer zusammen gehören. Christsein
können wir nicht abgeschottet von, sondern nur mitten in dieser Welt sein.
Hören Sie die Verse eins bis elf aus dem fünften Kapitel des 1. Petrusbriefes.
Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, der
ich auch teilhabe an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll: Weidet die Herde
Gottes, die euch anbefohlen ist; achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig,
wie es Gott gefällt; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund;
nicht als Herren über die Gemeinde, sondern als Vorbilder der Herde. So werdet ihr,
wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit
empfangen.
Desgleichen, ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter. Alle aber miteinander
haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen
gibt er Gnade.
So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu
seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein
brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und
wisst, dass eben dieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.
Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in
Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken,
kräftigen, gründen. Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
(1.Petrus 5,1-11)
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